Altwyybersummer?

Am 2. Novämber phunggt Nyni starte mir fir e Voralpefaart mit em Auti vo Basel uss und faare in Richtig Thun. No däm mir im Baselbiet vo dr Autibaan uss das scheeni Wätter gnosse hän, erwartet uns no-n-em Belchetunnel e graui Subbe. Erscht kurz vor Bärn zaigt sich d’Sunne widder und mir fraie uns uff e tolli Faart. Mir entschliesse uns in Steffisburg e Startblatz z’sueche. Doch stelle mir fescht, ass es nit ganz so aifach isch dr Landbsitzer Chraiebieu z’finde. E so leere mir Steffisburg kenne und faare drbii sicher finf Mool am Startblatz verbyy. No dämm mir dr Landwirt Chraiebieu bi dr Mittagsubbe gsteert hän, faare mir uff die frisch gmaiti Wiise und beraite unsere Ballon fir e Start vor. No nem erschte Brennertescht isch sicher gschtellt, ass mir d’Uffmergsamkait vo dr ganze Umgäbig fir uns hän. Unter grossem Publikumsuffmarsch starte mir am 12:10 zu nere wunderscheene Faart. Es isch so warm, ass mir alli nur im T-Shirt sin (usser d’Fraueabtailig) und das wird sich au die ganzi Faart iber nit ändere, trotzdäm mir im Novämber uff 3000 müM gfaare sin! Gly no nem Start gsen mir scho scheen uff Thun mit em Seebeggi, au Bärn taucht bald langsam uff. Mir styyge hecher und vor uns zaige sich Aiger Mench und Jungfrau. Spetischtens jetzt isch uns alle glaar, ass mir e bessere Daag nit hätte fir sone Faart kenne usssueche. Mit ere durchschnittliche Gschwindigkait vo 20 km/h faare mir in Richtig Äntlibuech. Mir hän unseri Raiseheechi vo 3000 müM erraicht und die ganzi Alpeketti zaigt sich. Vom Alpstai bis zem Mont Blanc isch alles vor uns und au s’Ämmitau liggt wunderscheen zu unserer Fiess. D’Faart fiert uns genau iber e Napf. Uf dämm Bärg wimmlets numme so vo Ameise, vermuetlig het dert e regelrächti Velkerwanderig statt gfunde. Mir kenne schen beobachte wie unter uns e Grangewaage sich dr Wäg dur’s Tal bis zu me ne Buurehoof uff dr Krete näbe nem Napf suecht. Grad wo-n-är aakunt taucht au scho d’Rega uff und landet näbedra. „Scheen gemain“! Mir hoffe aber die sin no rächt zittig koo. D’Faart fiert uns wyters iiber Menznau und Geiss. Mir sin jetzt scho fascht drey Stund in dr Luft und es stellt sich d’Froog, ebb mir no ibere Sämpachersee uss wänn. D’Antwort isch aistimmig „Jo“. So faare mit iiber’s Parapletikerzentrum in Nottwil und iberquere dr Sämpachersee. Immer wider kraise Motorflieger um uns umme uns schwängge d’Fligel. Iber Eich entschaide mir uns fir e Ändlandig in der Region Neudorf und schigge unseri Nochfaarer dert aane. Mir versueche vergäbens dr Flugblatz Beromünschter uffzriefe und so stiige mir aifach in dr Pischteachse ab. No däm mir d’Hauptsroos tief iberquere und uff ere frisch gmaite Wiise lande, dräffe unseri Nochfaarer au scho yy. Nach drey e halb Stund find eso die tolli Faart en Änd. Mit pagge dr Ballon zämme und stosse mit eme Glas Champagner uff das scheene Erläbnis aa. Unseri baide Gescht erhebe mir in Ballonadelstand und eso wärde:

d’Annemie zu Baroness der Herbstsonne von und zum Ämmidau

dr Steffi zum Graf Napf

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